
Der Chemin des Allemandes gefällt mir von Tag zu Tag besser.
Neben der wunderschönen Natur und den in der Regel sehr abwechslungsreichen Wegen sind es in den letzten Tagen insbesondere die völlig unterschiedlichen Unterkünfte die das Erlebnis ausmachen. Vom „Château im Wald“ ins „Holzhaus am See“ zu wechseln hatte dabei einen ganz besonderen Reiz.
Die Gemeinde Propières bietet für Pilger zwei gleichartige hervorragend ausgestattete Häuser für jeweils vier Pilger als Unterkunft an. Der „See“ liegt vor den Toren der noch viel kleineren Ortschaft Azole.

Einmal in Propières angekommen, mussten wir uns zunächst einmal auf die Suche nach dem Rathaus begeben, da dort die Schlüssel für die beiden Häuser verwaltet werden. Ein Haus war für die französische Familie bestimmt, die ich am Vortag auf dem Weg kennengelernt habe. Das andere Haus war an diesem Tag exklusiv für mich bestimmt.
Etwas komplizierter war es nach der Ausgabe der Schlüssel den heiß begehrten Stempelabdruck in den Pilgerausweis zu bekommen.

Den galt es erstaunlicherweise nicht im Rathaus („la Mairie“) sondern im noch weiter vom See entfernt liegenden Supermarkt „Proxy“ zu ergattern.
Der Einkaufsmarkt wird sogar in den Landkarten von Propières offiziell als Stempelstelle ausgewiesen!
Nach dem Einkauf der benötigten Lebensmittel für den Aufenthalt am See kümmerte sich der Proxy-Filialleiter höchstpersönlich um unsere „Pilgerberechtigungsnachweise“ und erledigte die Angelegenheit zu unseren vollsten Zufriedenheit.

Vollbepackt mit unseren Einkäufen ging es dann die letzen 1,5 km weiter an den See um dort dann endlich in die Entspannungsphase des Tages zu wechseln.

Heute ging es während des Tages bei der Umwanderung des Mont-Saint-Rigaud (1009 m) auch für uns in luftige Höhen.
In der Spitze wanderten wir auf 963 Metern über dem Meeresspiegel. Leider ging es dann bis zum See wieder auf 569 Meter hinunter.
Mal schauen, was die nächsten Tage diesbezüglich noch für Überraschungen für mich bieten.
Sophie, Lionel und Mattise sind heute ihren eigenen Weg gegangen und das ist auch gut so, da jeder individuell völlig unterschiedliche Bedürfnisse beim Bewältigen der kraftzehrenden Herausforderungen des Tages hat. Lediglich mit Matisse bin ich zumindest ein kurzes Stück gemeinsam gegangen, da er in den Bergen mit seiner Leichtfüßigkeit seinen Eltern enteilte und mich dabei einholte.


Au revoir
Heiner
Die sonstigen Bilder des Tages:

























(Anmerkung der Redaktion: Melone, im Salat enthalten, war vorher auf dem Bild nicht zu sehen, wir bitten das Versehen zu entschuldigen)
Sehr gute Darstellung dieses „Wandertages“ . Ausgewogene Ernährung und tolle Aussichten vom Haus am See. Nach so einem anstrengenden Tag, kann auch der Redaktion mal ein Fehler unterlaufen. 😀😀✌️
Liebe Grüße von Konni & Bernd
By: Bernd Wiedemann on 19. August 2023
at 09:24