
Die Geschichte des heutigen zweiten Tages ist schnell erzählt. Der größte Teil der Wanderung fand leider auf Asphalt statt und führte uns durch unzählige Industriegebiete. Zur Krönung durften wir sogar ein Kernkraftwerk umwandern.

Für einen überzeugten Kernkraftgegner sicher ein Höhepunkt der besonderen Güteklasse wie ich finde. Aber was hilft es? Mundabschmieren und weiter … auf dem heutigen Camino Industrial. Nach 20 gelaufenen Kilometern erreichten wir völlig verstrahlt unser Etappenziel „Azambuja“. In der 7000 Einwohner zählenden Kleinstadt gestaltete sich die Unterkunftssuche erneut etwas problembehafteter als gewöhnlich. Die örtliche Feuerwehr konnte uns entgegen der Geheimtipps in den diversen Reiseführen keine Schlafstätte zur Verfügung stellen, vermittelte uns „Pilgerexoten“ jedoch dankenswerterweise ans örtliche „Centro Social“ weiter. Ergebnis unter dem Strich: Wir wurden mit dem Bus ins Altersheim von Azambuja eingeliefert!

Frei nach dem Motto „Es schadet nicht, wenn Mann sich früh genug umschaut….“ warten wir hier nun auf unsere Bespeisung und Matratzenzuweisung. Pilger sind eben froh über jede bescheidene Gabe/Schlafmöglichkeit und freuen sich, ganz nebenbei bemerkt, für die alten Menschen hier im Altersheim Abwechslung und Attraktion zugleich zu sein.
Das Personal im Altersheim ist ausgesprochen sympatisch und hilfsbereit.
Kein Wunder sind WIR (Heinz und ich) doch die Kunden von morgen! (Anmerkung des Caminopilgers: Dieser letzte Satz ist SATIRE)
Hola desde Azambuja!





Das gibt es doch gar nicht, da haben die doch tatsächlich mein Abbild dort im Altersheim hängen! Und du hast mich natürlich sofort wiedererkannt 🙂
By: francois04 on 29. Mai 2013
at 21:46
Mensch Berti,
vor lauter eingehenden Kommentaren komm ich gar nicht Meer dazu, Dir zu antworten.
Dem alten Mann auf dem Bild werden wir ALLE mit zunehmenden Alter immer ähnlicher. Danke! Bis bald. Heiner
By: caminopilger on 29. Mai 2013
at 22:49