
Mit dem ersten Hahnenschrei stand ich heute Morgen auf der Matte. Bis zum Abmarsch bummelte ich dann leider doch wieder in der Herberge rum, aß noch zwei herrenlose Schoko-Puddings zum vertrockneten Brioche-Viertel und lief dann immerhin schon um 07:45 Uhr auf dem Chemin Saint Jaques los!

Mitpilgerin Julie war da schon locker zwei Stunden auf dem Jakobsweg unterwegs. Ich sollte sie dann vor meiner Ankunft im Zielort Pommiers auch nicht mehr während der Wanderung sehen.

Der Tag selbst brachte keine schwindelerregende Höhen, eher ein leichtes Auf und Ab in hügeliger Loire-Landschaft.

Die erste Tageshälfte hat mir dabei wesentlich besser gefallen als die zweite.

Pommiers selbst erreichte ich gegen 14:30 Uhr, fotografierte begeistert das mittelalterliche Städtchen und zog dann zu unserer außerhalb von Pommiers gelegenen Bleibe weiter.

Auf dem direkt am Fluss „Aix“ gelegenen Campingplatz fühlte ich mich dann stark an meine Pfadfinderzeit erinnert.

Die Betreiber halten für die Pilger drei komfortabel ausgestattete Zelte, jeweils auf einem Holzgestell stehend, zur Verfügung.
Die Matratze im Zelt ist superbequem und die kunterbunte LED Beleuchtung lädt am Abend zur Entspannungsgymnastik mit Disco 🕺 Musik ein.

Daneben steht für die Pilger sogar noch ein kleines „Meet&Greet-Zelt“, ausgestattet mit Kochgelegenheiten, Kühlschränken, Sitzecken und Infomaterial, zur freien Verfügung.

So etwas hätte ich nie im Leben für Pilger auf einem Campingplatz erwartet.
Absolutes Kompliment meinerseits für diese tolle Geschäftsidee.
Die Bandbreite der Übernachtungen auf meinem Chemin des Allemandes wird damit immer größer. Vom Schlafgemach im Schloss, der Unterbringung im Holzverschlag, bis zur Fastübernachtung im Altenheim und heute dann eben auf dem Campingplatz ist alles dabei.

Ich bin gespannt welche Etablissements in den folgenden sechs Tagung noch in diese Sammlung mitaufgenommen werden dürfen.
In Sachen Nahrungsaufnahme hat sich heute auch großartiges ereignet!

Um Punkt 19:00 Uhr saß der Caminopilger zufrieden am Tisch 2 des besten und zugegebenermaßen einzigen 😄 Restaurants im Ort, dem Le Savigny und ließ sich nach Strich und Faden verwöhnen.

Nach all dem Dosenravioli und der Tomatensuppe aus der Flasche an den Vortagen kann ich gar nicht genug betonen, wie gut es mir heute gemundet hat.
Leben wie ein „Pilgergott“ (Achtung: Ironie) in Frankreich heißt heute das Motto!

Bonne nuit

Der Caminopilger,
der in sechs Tagen und 134 Kilometern hoffentlich Le Puy-en -Velay gehenden Fußes erreicht.
Die sonstigen Bilder des Tages:
































Man lieber Heiner, da hast du wieder toll was gesehen. Und die kleinen Dörfer sind echt schön gepflegt, wenn man das so auf den Bildern sieht. Ein großartiger Abschnitt auf deiner Wanderung mit einem großartigem Abschluß im Restaurant. Sag mal, begleiten dich „deine Freunde“ oder triffst du immer Neue🐂🐂🐄😜😜
Liebe Grüße und weiterhin ein erfolgreiche Wanderung wünschen Konni & Bernd
By: Bernd Wiedemann on 24. August 2023
at 09:13
Hallo ihr beiden. Gestern habe ich in der Tat viel gesehen. Heute habe ich die Hitzeschlacht gut überstanden, bin aber nach der Ankunft und Körperpflege in einen 2 1/2 stündigen Schlaf 💤 gefallen und das war auch gut so. Wandern bei diesen Temperaturen muss dazu führen, dass der Körper nach Erholung „schreit“. Ich habe ein schönes Zimmer von der örtlichen Bäckerei direkt über der Backstube bekommen. Vollpension mit Marschpaket für den morgigen Tag inklusive. Meine vierbeinigen Freunde können selbst mein gemäßigtes „Pilgertempo“ nicht mithalten und bleiben auf ihren Feldern, Wiesen und Weiden, so lange man sie dort auch leben lässt… .
Herzliche Grüße
nach Bär🐻 lin!
By: Caminopilger on 24. August 2023
at 17:40