
Nun bin ich mit der dritten Etappe tatsächlich schon im Département Saône-et-Loire angekommen. Weinberge gibt es immer noch, aber deutlich weniger als in den Tagen zuvor.
Die sonstige Landwirtschaft, Ackerbau und Viehzucht, hat hier das Regiment übernommen. Nur schade, dass meine geliebten Sonnenblumen schon deutlich die Köpfe hängen ließen, da sie offensichtlich kurz vor der Ernte stehen und die Sonnenblumenkerne mithin knackig reif sind.
Habe mir bei der Begehung eines unvorstellbar riesigen Feldes einen kleinen Spaß erlaubt und hoffe, dass der Landwirt bei der Ernte auch darüber schmunzeln kann.

Zu guter Letzt habe ich selbsredend auch ne Handvoll der schwarzen Kerne verkostet, schließlich gab es auf den heutigen 22 Kilometern Strecke mit 1.100 Höhenmetern leider keinerlei Einkaufs- / Einkehrmöglichkeiten.
In der Not steigt der Pilgergourmet dann eben auf Sonnblumenkerne, im Mix mit köstlich reifen Brombeeren und ner Zungenspitze Pfirsisch, um. Verhungert bin ich heute also nicht. Eher verdurstet, denn am Ende der Wanderung waren die transportierten 3 Liter l‘eau komplett runtergespült und der Rucksack mit seinen 6,5 kg Gewicht nahezu federleicht.
Mein Versuch, wie in jedem Pilgerjahr, Schmetterlinge in ihrer ganzen Schönheit abzulichten ging übrigens völlig in die Hose. Beim fünften Versuch hab ich die Jagd nach dem schönsten Fotomotiv abgebrochen. Irgendwie bekam ich sie nicht so richtig vor die Linse. Vielleicht lag es ja auch an der vom Herbergsvater Daniel am gestrigen Abend verordneten alkohollastigen „Medizin“ die meine fotografischen Koordinationsstörungen verursacht haben könnte … .

Mein heutiger Zielort Saint-Gengoux-le-National ist übrigens eine schnuckelig schöne mittelalterliche Stadt, die sogar eine Herberge anbietet, die heute dann auch endlich einmal genutzt wird.

Bonne nuit de Saint-Gengoux-le-National
Der Caminopilger
Die sonstigen Bilder des Tages:
































































































