
Wetter: mäßig, Strecke: 26 kopfsteinlastige Kilometer aus Porto heraus,
und dennoch ist die Stimmung in der Albergue Casa da Laura in Vilarinho bestens. Welch große Freude in der Bude. Wir haben Besuch für eine knappe Woche bekommen. Carsten mein Mitpilger der „ersten Stunde“ hat es sich nicht nehmen lassen uns ein paar Tage in Richtung Santiago zu begleiten. Damit ist das Treffen des Pilgerjahrgangs 2008 perfekt. Sowohl Kate, Heinz, Carsten und auch ich sind im Jahr 2008 zeitgleich in Santiago eingelaufen. Schön, dass es so etwas in dieser schnelllebigen Zeit noch gibt. Merke: Pilgerfreunde bereiten besondere Freude im Leben eines jeden Wanderers! Den letzten gemeinsamen Camino bin ich mit Carsten übrigens im Jahr 2009 gelaufen.
4 Jahre ist das wieder her und „plötzlich“ tauchte er heute Nachmittag mit seinem schwarzen Schlapphut (Relikt aus vergangenen Pilgerjahren) in der Herberge auf. Willkommen auf dem Caminho de Santiago (portuguisische Schreibweise), Carsten!
Die Fotos des Tages:


Navigator Carsten zurück auf dem Camino
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Porto in Bildern
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Husarenritt nach Porto

Sonntagmorgen 07:45 Uhr und ich liege im 2.00 Meter langen Etagenbett des gemütlichen Poets Hostel in Porto. Irgendwas muss gestern „anders als sonst“ gewesen sein, wären wir um diese Uhrzeit ansonsten doch längst wieder pilgernder Weise auf dem Camino unterwegs….
Die Erklärung für unsere heutige Komfortzone ist ganz einfach. Frei nach dem Motto: „yes we can“ haben wir gestern aus unseren persönlichen Sicht „Historisches“ geleistet. In der Zeit von 06:45 – 22:00 Uhr haben wir mit einer Strecke von 46,5 Kilometern die längste Etappe bewältigt, die wir jemals auf den Jakobswegen gelaufen sind. Noch nie ist jemand von uns Vieren so spät am Zielort angekommen! Heinz hat dabei bis heute insgesamt über 7.000 Kilometer auf den diversen Jakobswegen zurückgelegt. Ich habe seit ein paar Tagen meinen 2.500 Camino-Kilometer in den Füßen.
Erschöpft erreichten wir im Nieselregen die weltberühmte Ponte Dom Luís I Brücke, die in Portugal die Städte Porto und Vila Nova de Gaia verbindet.
Grund genug für uns alle einen Tag in Porto zu genießen und die Wanderstiefel im Schrank zu lassen.
Draußen kreischen die Möwen! Zeit zum Aufstehen. Zeit für eine fantastische Stadt in Europa – Porto!
Die Bilder des Tages sagen hoffentlich Meer als tausend Worte.
Hola aus Porto, City of blinding lights,
Der Caminopilger
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Sturzbäche und Platzregen vor Oliveira de Azeméis

Nach zwei softeren 25 Kilometer Etappen haben wir es heute noch mal richtig krachen lassen und eine ewiglange 36 km Strecke nach Oliveira de Azeméis bewältigt. Ein bunter Wettermix aus Sonne und Regen bedingte diverse Klamottenwechsel auf der „Bahn“. Am Ende des Tages war 40 Kilometer vor Porto jedoch alles wieder trocken. Zwischendurch befürchteten wir in einem Waldstück allerdings völlig „abzusaufen“. Sturzbäche und Wolkenbrüche führten zu waghalsigen Pfaden die mitunter Flüssen ähnelten. Während Heinz und ich die noblesken 5er-Iphones tief im jeweiligen Rucksack vor den Wassermengen versteckten, watete Forough mit kindlicher Freude durch die Pfützen und fotografierte unser feuchtes „Handicap“.
Die vom Display ihrer Digicam abfotografierten Szenen dürften noch Jahre zur allgemeinen Belustigung herhalten.
Die Fotos des Tages:
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Bergfest in Águeda

Glaubt man der offiziellen Beschilderung des Caminho Portugues dann haben wir mit der heutigen 10. Etappe nach Águeda die Hälfte der Strecke Lissabon – Santiago de Compostela zurückgelegt. In weniger als 300 Kilometern erreichen wir demnach unser Pilgerziel, die Kathedrale in Santiago. Insgesamt gesehen dennoch ein trister grauer Tag auf dem Jakobsweg zuviel Asphalt und Industrie bei zunehmend schlechter werdendem Wetter.

Zur Erheiterung trug ein Rucksackwechsel am Nachmittag bei.
Ich erlaubte mir Foroughs Rucksack zu „übernehmen“

und gönnte ihr mal die Leichtigkeit meines Teils. Sie musste lachen

ich schwer schleppen nahezu das doppelte Gewicht meines Deuter-Rucksacks. Kein Wunder, dass die zierliche Dame nachmittags immer ein wenig langsamer unterwegs ist als am frühen Morgen. In der Unterkunft angekommen bekam Heinz den Auftrag das schwere Gepäck einmal zu sondieren. Ungläubig ob der Massen von Textilien und Kosmetikprodukten schaute Heinz Forough an und nahm gemeinsam mit der schwerstbepackten Pilgerin die Teilaussonderung Ihres Reisegepäcks vor. Ergebnis: 3 1/2 kg werden per Post auf die Reise geschickt!

Die Bilder des tristen Tages (Jesus in lila scheint hier in Mode zu sein …)
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