Verfasst von: Caminopilger | 5. Juni 2013

Schonzeit in Mealhada

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Nach fußschonenden 25 Kilometern war heute die 9. Etappe am frühen Nachmittag beendet. Premiere auf dem diesjährigen Camino: Wir übernachten in einer lupenreinen Albergue in Mealhada. Von den 16 Betten sind 6 belegt. Sollte schnarchtechnisch betrachtet eine überschaubare Angelegenheit werden. Es sei denn, das mit uns in der überaus gemütlichen Herberge verweilende ältere dänische Paar

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überrascht uns mit einem nordischen Schnarchkonzert! 344 km von Santiago entfernt erreichen wir nach heutigem Stand schon Sonntag die portuguisische Hafenstadt Porto.
Dort wartet eine fantastische Überraschung auf uns …. Carsten, Pilgerfreund aus Neustadt

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und verlässlicher „Navigator“ meiner Caminos in den Jahren 2008 und 2009 hat sich kurzfristig entschieden am Montagmorgen nach Porto zu fliegen um uns auf dem Teilstück von Porto bis Santiago de Compostela zu begleiten. So etwas nenne ich mal ein echtes Caminopilgerrevival auf dem Jakobsweg! Richtig glauben kann ich es allerdings noch nicht!
Die Bilder des Tages:

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Verfasst von: Caminopilger | 4. Juni 2013

Sightseeing in Coimbra

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Ein Tag ohne große Höhepunkte auf der Strecke endete nach erneut erstaunlichen 31 Kilometern Wanderung in der ehemaligen portuguisischen Hauptstadt Coimbra. Und hier kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn diese Universitätsstadt (von 110.000 Einwohnern sind 30.000 Studenten) bietet so einiges und ist jedem Portugal-Besucher unbedingt für einen Besuch zu empfehlen. Die Folge unserer Begeisterung war ein ausgedehnter Spaziergang durch die Stadt. Kate kämpfte auch auf der 8.ten Etappe weiterhin mit diversen Blasen an beiden Füßen ansonsten läuft es derzeit wie am Schnürchen….
Die Bilder des Tages (Man achte auf den ausgewiesen Pilgerparkplatz 😉
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Verfasst von: Caminopilger | 3. Juni 2013

Heilige Früchte auf dem Weg nach Rabaçal

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Mit dem ersten Hahnenschrei um 06:40 verließen wir die Residencial Obras. Ein weiter reizvoller Tag in hügeligem Terrain durch bewaldete Täler, durchsetzt von Olivenhainen und Kornfeldern, endete dann nach sage und schreibe 11 Stunden und 32,5 km.
Forough

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raffte mit mir alle Südfrüchte von den herrenlosen Bäumen und Sträuchern entlang des Caminos bis das unsere Bäuche weh taten!
Hab wieder was dazu gelernt, denn Forough erklärte mir, dass es sich bei diesen Gaben der Natur um „heilige Früchte“ handelt, die nur für die Pilger bereitgehalten werden.

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Kein Wunder das wir heute gut 1 1/2 Stunden länger auf dem Jakobsweg unterwegs waren als das Gespann Heinz/Kate,

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die für die „heiligen Früchte“ offensichtlich kein Auge haben.
Leistungsnachweis der ersten Woche und 7 Etappen auf dem Camino Portugues:
Gelaufene Strecke: 219 km
Entfernung nach Santiago de Compostela: 396,7 km
Die Bilder des Tages (Man achte auf den blasenüberhäuften Fuß von Kate!!):

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Verfasst von: Caminopilger | 2. Juni 2013

Alvaiãzere oder was?

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Alvaiãzere, völlig unaussprechlich dieser Ort irgendwo zwischen Lissabon und Porto mitten in Portugal gelegen. Hätte der Camino mich nicht zufällig hierhin geführt würden meine müden Augen diesen Fleck der Erde sicherlich nie im Leben entdecken. Tomar war hingegen gestern schon ein Highlight!
Mein im letzten Jahr verstorbener Freund Harald hat mich beim Inhalieren meiner Jakobsweg-Notizen wiederholt ermutigt weniger von den kaputten Füßen und mehr von den schönen Dingen des Weges zu berichten. Auch auf die Gefahr hin, dass er da oben im Himmel mit mir schimpft, erbitte ich heute nochmals eine wehleidige Ausnahme.
Der diesjährige Camino forderte mir auch heute auf der sechsten Tagesetappe ab 7:00 Uhr wieder alles ab. Erneut 31 km (gefühlt: 35 km) mit etlichen Steigungen und Temperaturen konstant über 30 Grad. 9 1/2 Stunden unter Bestrahlung und der Lack war völlig ab, Sonnenmilchtuben und Wasserflaschen leer. Habe fertig!
Über den Berg gerettet hat mich Forough, eine Deutsch-Iranerin aus Heidelberg,
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die sich in der Zwischenzeit unserer Pilgergruppe angeschlossen hat und die mit ihrer guten Laune und positivem Denken, mein Fluchen und meine körperlichen Wehwehchen milderte. Gemeinsam kamen wir dann irgendwann spät nachmittags doch noch an. Die Rennpferde Kate und Heinz waren da längst abgesattelt… und saßen am Trog.
Hola aus Alvaiãzere.
Der Caminopilger

Die Bilder des Tages
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Verfasst von: Caminopilger | 1. Juni 2013

Ohne Kraftpakete nach Tomar

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Kate und Heinz haben heute Morgen von mir „die Papiere“ für 8 1/2 Stunden bekommen. Hab die Rennpferde aus Washington und München gemeinsam losziehen lassen und bin alleine nach Tomar gepilgert. Die Wiedervereinigung fand im Residencial Luz unweit von der Kathedrale in Tomar statt. Ich wollte erst einmal schauen wie ich die Belastungen der vergangenen Tage verkraftet habe. 30 km Etappen und das quasi am laufenden Band verkraftet nicht jeder gleich gut. Die heutigen 31 km brachten zur Abwechslung einmal ein paar Anstiege und wohlduftende Eukalyptuswälder mit sich. Das Thermometer überschreitete heute zum ersten Mal die 30 Grad Marke. Flüssigkeitsverluste wurden von mir heute bevorzugt mit alkoholfreiem Bier ausgeglichen.

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Bis kommenden Donnerstag sollen die hohen Temperaturen anhalten!
Deswegen werden wir morgen erneut um 07:00 Uhr aufbrechen, damit wir nicht zu lange der Hitze ausgeliefert sind. Portugal ist unglaublich preiswert. Ein 0,33l Fläschchen Bier kostet mancherorts in der Kneipe nur 65 Cent. Mein heutiges Abendessen, unglaublich leckeres Lammfleisch mit Beilagen schlug mit 7,95€ geldbeutelschonend zu Buche. Tomar ist, wie könnte es anders sein, ebenfalls eine sehr schöne Stadt.
Ein Viertel des Weges nach Santiago de Compostela liegt bereits hinter uns. Mal schauen, was der morgige Tag an Überraschungen bereit hält.
Die Bilder des Tages:

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