Verfasst von: Caminopilger | 31. Mai 2013

Irrweg nach Golegã

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Rund 120 km von Lissabon entfernt liege ich auf einer Notmatratze im Tanzsaal der örtlichen Feuerwehr von Golegã.

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Platt wie ne Flunder nach 10 Stunden on the road und 35 km Wanderstrecke auf dem Camino Portugués. Der Tag fing um 7:00 Uhr morgens in Santarém suboptimal an. Am Ende der Stadt verpassten wir offensichtlich einen gelben Pfeil, entschieden uns für die falsche Richtung und tappten damit fett in unsere erste Camino-Falle. In dem Moment, wo wir es verinnerlicht hatten, war es auch schon zu spät für einen geordneten Rückzug. 4 km Umweg – da freut sich das Pilgerherz doch sehr. Vielleicht lag es ja auch am vorzüglichen Rotwein am Vorabend in der Taberna Sebastião.

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Die Temperaturen steigen hier von Tag zu Tag kontinuierlich an. Bilderbuchwetter zum Fotografieren aber nicht unbedingt zum Wandern in der südeuropäischen Mittagssonne. 3 km vor dem Tagesziel hatte ich genug, Lowa-Stiefel aus und Wohlfühlschlappen an so rettete ich mich über die Ziellinie mit schmerzendem rechten Haxen.
Landschaftsmäßig war heute dafür wieder alles in Ordnung. Dazu kamen erstmalig Störche und meine geliebten Fohlen!

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Verfasst von: Caminopilger | 30. Mai 2013

Ackerbau und Viehzucht auf dem Weg nach Santarém

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Die Geschichte mit dem Altersheim war heute Morgen um 7:00 „gegessen“. Wir wurden mit dem Bus wieder zurück in den Ortskern von Zambuja befördert und machten uns früh auf die Camino-Socken.
Bei wolkenlosem Himmel durchwanderten wir völlig konträr zum gestrigen Tage Felder, Acker und Weinbaugebiete. Neugierige Straußenvögel

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begutachteten dabei unsere Aktivitäten mit lang ausgestrecktem Halse.

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Portuguisische „Bio-Bauern“ glänzten bei der Pflanzarbeit (Tomaten und Paprika) und wir genossen deren kleinere Ortschaften mit diversen Einkehrmöglichkeiten. Nach anstrengenden 33 Kilometern erreichten wir vergleichsweise geschafft die Bischofsstadt Santarém am Tejo.
Nach der etwas rustikaleren gestrigen Übernachtung haben wir heute eine Pension im Kern der Altstadt gefunden. 1 Doppelzimmer und 1 Einzelzimmer für 15€/Nase. Das haben wir uns auch verdient.
Und damit das auch ein für alle Mal! geklärt ist….: Das Doppelzimmer ist für die Herren der Schöpfung. Sicher ist sicher!
Hola aus Santarém
Der Caminopilger

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Weitere Bilder des Tages:

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Verfasst von: Caminopilger | 29. Mai 2013

Mit 49 Jahren ins Altersheim

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Die Geschichte des heutigen zweiten Tages ist schnell erzählt. Der größte Teil der Wanderung fand leider auf Asphalt statt und führte uns durch unzählige Industriegebiete. Zur Krönung durften wir sogar ein Kernkraftwerk umwandern.

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Für einen überzeugten Kernkraftgegner sicher ein Höhepunkt der besonderen Güteklasse wie ich finde. Aber was hilft es? Mundabschmieren und weiter … auf dem heutigen Camino Industrial. Nach 20 gelaufenen Kilometern erreichten wir völlig verstrahlt unser Etappenziel „Azambuja“. In der 7000 Einwohner zählenden Kleinstadt gestaltete sich die Unterkunftssuche erneut etwas problembehafteter als gewöhnlich. Die örtliche Feuerwehr konnte uns entgegen der Geheimtipps in den diversen Reiseführen keine Schlafstätte zur Verfügung stellen, vermittelte uns „Pilgerexoten“ jedoch dankenswerterweise ans örtliche „Centro Social“ weiter. Ergebnis unter dem Strich: Wir wurden mit dem Bus ins Altersheim von Azambuja eingeliefert!

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Frei nach dem Motto „Es schadet nicht, wenn Mann sich früh genug umschaut….“ warten wir hier nun auf unsere Bespeisung und Matratzenzuweisung. Pilger sind eben froh über jede bescheidene Gabe/Schlafmöglichkeit und freuen sich, ganz nebenbei bemerkt, für die alten Menschen hier im Altersheim Abwechslung und Attraktion zugleich zu sein.
Das Personal im Altersheim ist ausgesprochen sympatisch und hilfsbereit.
Kein Wunder sind WIR (Heinz und ich) doch die Kunden von morgen! (Anmerkung des Caminopilgers: Dieser letzte Satz ist SATIRE)
Hola desde Azambuja!

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Verfasst von: Caminopilger | 28. Mai 2013

On the road to Vila Franca de Xira

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So sah das heute Morgen um 8:00 Uhr beim Verlassen unseres Hostels in Lissabon aus. Erwartungsvolle Gesichter am Tag 1 des Camino Portugues. 30 Fuß-Kilometer und etliche Stunden danach wirkte das aus unterschiedlichen Gründen nicht Meer ganz so frisch.
Mein Gesundheitszeugnis für den ersten Tag….:
Magen: befriedigend
Füße: ausreichend
rechter großer Zehennagel: hält.
Insgesamt betrachtet also positiv. Der geneigte Leser dieser Zeilen ist an dieser Stelle durchaus Schlimmeres gewöhnt.
Für den größten Störfall sorgte heute Kate. Plotzlich war die junge Dame aus den Staaten auf einem Teilstück des Caminos entlang einer Fernstraße vom „Seitenrand“ verschwunden. Ein „Technical Stop“ sprich ein spontaner Toilettengang in der Natur hätte der Grund Ihres Verschwindens sein können. Pustekuchen? Kate verfehlte die Straßenbegrenzung im vollen Schritte um eine Haares Breite und stürzte samt 12!kg Rucksack die Böschung herunter. Verbeult und zerkratzt erschien Sie dann wieder auf dem Asphalt und wir, Heinz und ich, waren ob dieser Geschichte doch baff erstaunt, da wir „Kate’s Absturz“ beide nicht beobachtet hatten. That’s life. Das ist der Camino. So lang es so glimpflich verläuft wie heute darf ruhig darüber gelacht werden.
Die Bilder eines wettermäßig gesehen schönen Tages:

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Verfasst von: Caminopilger | 28. Mai 2013

Zauberhaftes Lissabon

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Flug und Anreise nach Lissabon verliefen problemfrei. Nachdem ich meinen Pilgerfreund Heinz schon in München am Flughafen aufgegabelt habe wurde das diesjährige Pilger-Trio durch Kate (Mitpilgerin auf dem Camino Frances 2008) in Lissabon „komplettiert“. Kate erwies sich dann auch als erfahrene Reiseführerin und begleitete uns durch die wunderschöne Altstadt von Lissabon die Sie an den Vortagen schon erkundet hatte .

Unser Hostel „My Lisbon Home“ verwöhnt uns mit allerhand Komfort u.a. 2 funkelnagelneuen iMacs zur freien Verfügung. Das familiäre Abendessen im Hostel stellte dann einen rundum gelungenen Abschluss des Anreisetages dar. Die Köchin saß übrigens mit am Tisch und freute sich über jedes noch so kleine Lob.
Die Bilder des Tages aus Lisboa sagen hoffentlich Meer als tausend weitere Worte …..

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