Verfasst von: Caminopilger | 18. Mai 2009

Pilgerschlaf und Ohropax

Caminopilger und ihre Schlafphasen …
Mitunter ein überaus heikles Thema, da es in den Herbergen einen Haufen brutaler Schnarcher und Schnarcherinnen gibt, die zum Teil völlig schmerzfrei Nacht für Nacht sägen und andere Pilger schier zur Verzweifelung treiben. In der Tat haben wir im Vorjahr die eine oder andere Herberge im Hinblick auf zu erwartende Live-Konzerte kurz nach dem Betreten wieder verlassen „müssen“, soweit wir ganz besonders schlimme Röchel-Exemplare in den Betten von gemeinsam verbrachten unromantischen Nächten her kannten. Kollektives Zusammenstauchen hält den Schnarcher an sich nur für wenige Minuten ruhig. Die Energie die damit verwendet wird kann glattweg als Vergeudung bezeichnet werden.
Wohl dem, dessen Sinnesorgane in diesen Mondzeiten Ohropax-konform sind. Bei mir hüpften die gelben Kunststoffstöpsel regelmäßig aus den Ohren unters Gitterbett. Kann mich bis heute nicht mit den Dingern anfreunden und deswegen gehen sie dieses Jahr auch nicht mit auf die Pilgerreise.

Hier noch der Beweis, dass vereinzelte Pilger allen Unkenrufen zum Trotz im Jahr 2008 in den Schlaf kamen.

Die Entscheidungen waren nur der Anfang von etwas. Wenn man einen Entschluß gefaßt hatte, dann tauchte man damit in eine gewaltige Strömung, die einen mit sich riß, zu einem Ort, den man sich bei dem Entschluß niemals hätte träumen lassen.
Paulo Coelho, (Der Alchimist)

Verfasst von: Caminopilger | 17. Mai 2009

Ultreia Heinz

Gestern habe ich Post von Heinz bekommen. Heinz trafen wir im letzten Jahr immer wieder wie das Phantom auf unserem Weg. Besser gesagt nicht auf dem Weg, sondern in den Herbergen, da er täglich „zu Unzeiten“ in seine Stiefel schlüpfte und so regelmäßig fantastische Sonnenaufgänge nach der Dunkelheit des frühen Morgens nahezu für sich allein auf dem Camino genießen konnte. Das bemerkenswerte an seinem Weg ist, dass er schon Tausende von Kilometern in den Beinen hatte als wir in Pamplona starteten. Der Münchener und bekennende FC St. Pauli Fan hatte seinen Pilgerweg im späten Winter! in der bajuwarischen Heimatstadt begonnen und war damit schon über 2 Monate eher auf den Beinen als die verweichlichten heiligen Drei Könige.
Auch Heinz lässt der Camino offenbar nicht mehr los, wie anders kann man erklären, dass er nächste Woche ebenfalls wieder auf der Strecke ist und einen Teil des Schweizer Jakobsweges von St. Gallen via St. Peterzell, Rapperswil, Einsiedel,
Brienz bis nach Interlaken (Via Jacobi) bewältigt. Für das Jahr 2010 hat er schon mal in einem Rother Reiseführer nach einer von ihm bisher noch nicht begangenen Teilstrecke (Straßbourg – Le Puy weiter nach Nordspanien) Ausschau gehalten…. .
Wäre das eine Freude wenn sich unsere Wege im heiligen Pilgerjahr 2010 kreuzen würden und Heinz uns auf unserem Camino entlang des Atlantiks ein Stück weit begleiten könnte. Zur besseren Orientierung sei an dieser Stelle gesagt, dass für uns DREI aller Voraussicht nach dieser Weg am 28.05.2010 in Irun beginnen wird.

Bis dahin Ultreia Heinz!
(Halte durch, gehe Deinen Weg weiter)

heinz-st-pauli

Verfasst von: Caminopilger | 16. Mai 2009

Coldplay & Marillion

Die britische Band

Coldplay

zeigt sich anlässlich des anstehenden Besuches der Heiligen Drei Könige auf dem Camino wieder großzügig. Im letzten Jahr bot die Rock-Pop-Combo kurz vor unserem Jakobsweg ihre Single „Violet Hill“ gratis zum Download an.
In diesem Jahr zeigen sich die Musiker erneut spendabel und bieten ihr aktuelles Live-Album kostenlos an.
Freunde der guten Musik sollten sich dieses Angebot nicht nehmen lassen.

coldplay-butterfly

regenbogen2

Man liebt, weil man liebt. Dafür gibt es keinen Grund.
– Paulo Coelho, Der Alchimist

regenbogen2

Habe so viel Musikalisches in diesen Blog eingepflegt und meine größte musikalische Liebe dabei höchst sträflich behandelt. Schon immer habe ich meine Freunde und mein Umfeld versucht mit

Marillion

zu begeistern und leider gelingt mir das nicht all zu häufig.
Soweit sich nur eine Seele mehr mit dieser Band beschäftigt wäre ein kleines Ziel schon erreicht…..

Verfasst von: Caminopilger | 15. Mai 2009

Wahre Freundschaft

Wenn das jüngere von zwei Kindern volljährig wird, dann ist das ein bewegender Tag für die Eltern.
Heute ist so ein Tag. Nina vollendet ihr 18. Lebensjahr und steht endgültig an der Schwelle zum Erwachsensein. Ich möchte ihr zu ihrem Geburtstag alles Liebe, Glück und Gesundheit wünschen dürfen.

Nina

Vor ein paar Tagen habe ich an dieser Stelle euphorisch von Enno Bunger berichtet.
Nutze die Gunst der Stunde und stelle noch einen sehr emotionalen Song von ihm vor.
Ich möchte diesen Song mit den Menschen teilen wollen, die mir Ihre Freundschaft geschenkt haben.
Ich danke Euch dafür.

Ganz besonders widme ich meiner Tochter „Wahre Freundschaft“.

Enno Bunger – Homepage

Lyrics Enno Bunger – Wahre Freundschaft

Wenn du dich fragst,
warum lebe ich, eigentlich
für Arbeit, für Freizeit,
für Geld oder Liebe,
und lebt jeder für sich?
Wenn ich dir dann sag,
du lebst für die Menschen,
die loyalen und treuen,
die dich, brauchen und lieben,
und dich unterstützen,
ja zu leben lohnt sich.

Und was auch passieren wird,
egal wies mir geht,
mein Haus ist geöffnet,
egal wo und wie spät.
Ich werd immer versuchen,
mein bestes zu geben,
für unsere Freundschaft,
für unser Leben.

Welche Aktionen sind wirklich wichtig,
erfüllen die Menschen und machen sie glücklich,
was ist schöner als faul sein,
als Erfolg oder Geld,
stärker als Hass,
als dein Videospielheld hält

Und was auch passieren wird,
egal wies mir geht,
mein Haus ist geöffnet,
egal wo und wie spät.
Ich werd immer versuchen,
mein bestes zu geben,
für unsere Freundschaft,
für unser Leben.

Verfasst von: Caminopilger | 14. Mai 2009

Pfefferspray auf dem Camino

Was hatte MANN bzw. FRAU vorher alles gelesen. Verlassene Täler mit wilden Bestien. Hungrige Wölfe, verbessere Hunde, die alles nieder reißen was ihnen in den Weg kommt. Hape Kerkeling bestätigte einen Teil dieser Mär und so war im letzten Jahr die logische Konsequenz, dass 55,55 Prozent der Pilger den Pfefferspray im Gepäck hatten. Carsten gehörte ebenfalls zu den Bewaffneten und fluchte mehr als einmal am Tag über das zusätzliche Gewicht in seinem Rucksack.
Das Foto von ihm belegt eindeutig wie sehr die Unmengen an Pfefferspraydosen unseren „Navigator“ herunterzogen.
carsten-rucksack

Hunde haben wir übrigens jeden Tag gesehen. Was soll ich sagen? Sie waren braver als die Lämmer.

Merke: Pfefferspray braucht MANN auf dem Jakobsweg nicht.

Auf vielfachen Wunsch hier eine kleine Auswahl, frei nach dem Hunde-Motto des Caminos: Das Schweigen der Lämmer…..

Wenn man auf ein Ziel zugeht, ist es äußerst wichtig, auf den Weg zu achten. Denn der Weg lehrt uns am besten, ans Ziel zu gelangen, und er bereichert uns, während wir ihn zurücklegen.
– Paulo Coelho, Auf dem Jakobsweg

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