Verfasst von: Caminopilger | 23. Oktober 2014

Tag 4: 23.10.2014 Bullay – Traben/Trarbach

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Das Wichtigste des Tages zu Beginn:
Borussia Mönchengladbach gewann in der UEFA Euroleague gegen Apollon Limassol mit 5:0 Toren!
Das Spiel der Fohlen verfolgten wir im Zentrum von Trarbach bei „einem“ gepflegt gezapftem Bitburger Pils. Bevor der Aufschrei jetzt all zu groß wird, versuche ich dem geneigten Leser einmal zu erklären, warum der hier allseits beliebte „Moselwein“ für uns derzeit keine Rolle spielt.
Bei einem Anblick des Streckenprofils des heutigen Tages

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dürfte jedem klar sein, dass wir auf diesem Jakobsweg von morgens bis abends voll gefordert werden.
Wir benötigen bei den vielen Auf- und Abstiegen unendlich viel Energie. Nach Erreichen des jeweiligen Etappenzieles verlangen Körper und Geist ausdrücklich nach Abkühlung in Form von leuchtend gelbem Gerstensaft, da dieser die „Motoren“ wieder auf normale Betriebstemperaturen zurückfährt und zeitgleich ein wenig den Belastungsschmerz des Tages mildert, ohne dem Pilger sofort den Boden unter den Füßen wegzuziehen … .
Dies würde sich beim vergorenen Rebensaft sicherlich etwas anders darstellen!
Unter dem Strich bleibt für unsere Freizeitgestaltung des Mosel-Caminos festzuhalten, dass wir getränkemäßig zum jetzigen Zeitpunkt unseres Jakobsweges das Bier dem Wein gegenüber vorziehen.
Besonders hervorzuheben ist an diesem regenfreien Tag unsere Übernachtung in der Pilgerherberge „Alte Lateinschule“ in Trarbach. Aufgrund der Erfahrungen der ersten Pilgertage konnte es uns nicht wirklich überraschen, dass wir die einzigen Pilger in der 400 Jahre alten Herberge sind.
Viel bemerkenswerter ist die Schönheit dieser Herberge und die Herzlichkeit deren privaten Betreiberin, Frau Böcking.

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Diese Herberge kann mit gutem Gewissen als echtes „Highlight“ jedem Pilger auf dem Mosel-Camino eindringlich als Pflichtübernachtung empfohlen werden!

Die sonstigen Bilder des Tages:

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Verfasst von: Caminopilger | 22. Oktober 2014

Tag 3: 22.10.2014 Treis/Karden – Bullay

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Halbzeit auf unserer Königsetappe von Treis/Karden nach Bullay. Wir sitzen im Kloster-Restaurant in Beilstein und haben schon ein wenig Schnappatmung. „Mein lieber Scholli. Dieser Mosel-Camino hat es in sich!“ Vielleicht am ehesten von der Belastung her zu vergleichen mit den Etappen im Baskenland auf dem Camino del Norte. Rauf und runter und das Ganze 3 bis 4 Mal am Tag bei schwierigem Geläuf fordert uns heute auf 30 Kilometern von früh bis spät. In der Hoffnung, dass die klösterliche Erbsensuppe uns über den „Letzten Berg“ bringt, denken wir an die besonderen Momente des heutigen Vormittages. Die Schönheit des Weges ist in Worten manchmal schwer zu beschreiben. Burgen und Schlösser, traumhafte Blicke auf die Mosel und unendlich viele Zauberwälder können hier auf dem Pilgerweg bewundert werden. Zu Tagesbeginn mussten wir uns allerdings wieder ein wenig „verkleiden“. Einweg-Duschhauben und Gummihosen sollten uns bei gefühlten 5 Grad durch den Tag retten. Regenzeit auf dem Mosel-Camino! Bis Beilstein haben wir es ja immerhin schon mal geschafft, den Rest bis Bullay werden wir nach der Stärkung in Angriff nehmen … .

Die Bilder des Tages:

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Licht am Ende des Tunnels

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Gegen 18:00 Uhr erreichten wir nach 9 stündiger Wanderung (Pausenzeit summiert: 1 Stunde) unser Etappenziel in Bullay.
Das Hotel „Moselperle“

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verschönerte uns den Feierabend mit einem schmackhaften Mahl.
Zur Begrüßung der Gäste vom Niederrhein wurde mal soeben im Garten die Borussia-Fahne gehisst.

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Spätestens da war klar, dass wir mit unserer Hotelwahl alles richtig gemacht hatten.

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Einzelzimmer statt Heizölgeruch heißt das Motto heute. Mitpilger gab es auch heute auf dem Jakobsweg nicht zu begrüßen. Den einzigen Menschen, den wir im Wald trafen, war der örtliche Förster, der uns mit einem Augenzwinkern fragte, was wir bei diesem Wetter um Himmels in seinem Wald zu suchen hätten… .

weitere Fotos des Tages:

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Verfasst von: Caminopilger | 21. Oktober 2014

Tag 2: 21.10.2014 Alken – Treis/Karden

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„Heute geht es rund. Jetzt macht der Herbst ernst! Kräftiger Regen, Blitz und Donner, Orkanböen bis 117 km/h und ein Temperatursturz!“
So sah die Wettervorhersage für unsere Mosel-Camino-Region aus. In den heutigen ersten drei Wanderstunden war, entgegen dem Wetterbericht, die Pilgerwelt noch in Ordnung. Weiterhin wunderschöne Landschaften, zauberhafte Wälder, Burgen, Schlösser, Sonnenschein und blauer Himmel. Postkartenwetter, Pilgerherz was willst du Meer.
Die Ruhe vor dem Sturm, wie sich später allerdings herausstellen sollte. Auf den Eifeler Höhen rund um die Burg Eltz gingen uns gegen Mittag dann in der Tat Kappen und Hüte fliegen. Vom Winde verweht, leicht durchnässt, trudelten wir dann nach weiteren 20 Kilometern in Treis-Karden ein und tauschten das HD-TV ausgestattete Luxuseinzelzimmer in Alken mit einem eher bescheidenen Pilgerdoppelzimmer im Keller eines Wohnhauses gleich neben dem Heizölraum. Bei einem Blick aus dem Kellerfenster sind dennoch Demut und Dankbarkeit angesagt, schließlich haben wir ein Dach über dem Kopf… .
Weit und breit sind wir weiterhin Pilger-Exoten auf dem Weg nach Trier. Bei den Wetteraussichten haben die „Anderen“ offensichtlich gekniffen.

Die Bilder des Tages:

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Verfasst von: Caminopilger | 20. Oktober 2014

Tag 1: 20.10.2014 Stolzenfels – Alken

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Den Einstieg in den Mosel-Camino haben wir heute mit Bravour gemeistert. Gelaufen sind wir bis uns, im übertragenen Sinne, die Füße „brannten“ und nach zwanzig höchst abwechslungsreichen Wanderkilometern am Tagesziel in Alken an der Mosel angekommen.
Auf dem überraschend hügeligen Terrain hielten wir vergeblich Ausschau nach anderen Pilgern. Unter dem Strich keine Menschen aber Unmengen von Pilzen entlang der immergrünen Wälder und Wiesen. Lothar musste wiederholt meine fachkundige Pilzbegeisterung ertragen … .
„Heilige“ Früchte gibt es, nebenbei bemerkt, nicht nur in Portugal und Nordspanien, sondern auch an Rhein und Mosel. Sonnenverwöhnte Äpfel in offen zugänglichen Streuobstwiesen erwiesen sich in den Pausen als Geschenke des Himmels. Forough, Mitpilgerin aus Heidelberg vom letztjährigen Portugal-Camino, hätte auch ihren Spaß an den leckeren Früchten gehabt.
Genächtigt wird heute im noblen Einzelzimmer für bezahlbares Geld und einer herzlichen Gastlichkeit im Cafe Becker in Alken. Die besonders hervorzuhebende Freundschaftlichkeit und der schmackhafte Kuchen der Gastgeberin waren zum Ende des Wandertages eine wahrhaftige Belohnung!

Die Bilder des Tages:

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Nachtimpressionen aus Alken

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Vollständigkeitshalber möchten wir noch das Restaurant „Schnee’s Wirtshaus“ empfehlen. Unser Essen vollendete den geglückten Pilgerauftakt auf dem Mosel-Camino 2014.

Verfasst von: Caminopilger | 20. Oktober 2014

Jakobsweg 2014 von Koblenz nach Trier

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Ein Jahr ohne Jakobsweg scheint bei mir gar nicht mehr zu „gehen“.
Kurz vor dem „ersten Schneefall“ sitze ich mit Pilgerneuling Lothar im Eurocity Richtung Zürich!
Vor ein paar Tagen pilgerten auf diesem Verkehrswege noch die Mönchengladbacher Fußballfans zum Euroleague-Auswärtsspiel an den Zürichsee. Vielleicht habe ich auch ein wenig übertrieben. Die Schweiz ist naturgemäß nicht ganz unser heutiges Reiseziel. „Kurz vorher“ verlassen wir in Koblenz den Schnellzug und starten am Fuße des Schlosses in Koblenz-Stolzenfels unsere Pilgerwanderung auf dem Mosel-Camino nach Trier. 180 Kilometer vom Rhein zur Mosel, entlang von wunderschönen Weindörfern, stehen auf dem Programm. Da es sich bei diesem Wanderweg um einen offiziellen Jakobsweg handelt, werde ich an dieser Stelle in gewohnter Weise von dieser Pilgerreise in Wort und Bild berichten. Während ich diese Zeilen schreibe studiert Lothar eifrig den Reiseführer und bereitet gewissenhaft den ersten Wandertag vor. Es scheint, dass ich einen neuen Navigator an meiner Seite habe und das ist schön!
Es grüßen Euch aus Koblenz die Caminopilger
Lothar und Heiner

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